Igel in Not

Der NDR bei Dr. Fenske „Igel in Not“

Gestern war wieder spontan das Fernsehen bei uns, der Verein zur Tierrettung Looki und der NDR haben den Beitrag Igel in Not gedreht.

Hamburg – Die Igelstationen in Hamburg schlagen Alarm. So viele kleine Piekser wie nie werden zur Zeit dort abgegeben. Der Grund: Durch die zurückgehende Anzahl von Insekten haben die Tiere zu wenig Nahrung. Daher sind sie zu klein, um ohne Hilfe durch den Winter zu kommen. Dazu kommt, dass dieses Jahr besonders viele Tiere geboren wurden. Biologen warnen bereits, dass dieses Phänomen anhalten könnte, weil durch Monokulturen und Pestizideinsatz die Igelnahrung drastisch zurückgeht (Quelle: NDR).

Dr Fenske bei der Igel Op

Igel sind sehr nützlich

Viele Schädlinge, die Ihnen im Garten Sorgen bereiten, gehören zu den Lieblingsspeisen von Igeln. Weil sie eine Menge davon fressen, sind sie als Nützlinge sehr beliebt. Schnecken mögen sie besonders gern, weil sie leicht zu erbeuten sind. Sie vertilgen sogar die lästigen Nacktschnecken. Jedoch verschmähen sie auch nicht die harmlosen Weinbergschnecken.

Insekten stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Gleich ein paar Dutzend pro Nacht verspeist ein Igel von den Eulenfalterraupen, die sehr große Schäden im Garten anrichten können. Erfreulicherweise ignorieren sie die nützlichen und von allen Gärtnern hochgeschätzten Marienkäfer.

Abwechslung in der Nahrung liebt er sehr, deshalb macht er sich auch über Regenwürmer her und nascht am Fallobst oder an Beeren (Quelle: Gartenschlumpf).

 

Igel in Not – was kann ich tun?

Wer Igeln etwas Gutes tun will, bietet den Tieren im Herbst einen Unterschlupf, in dem sie ihren Winterschlaf halten können. Dafür eignen sich beispielsweise ein dichter Laubhaufen oder ein Holzstapel in einer abgelegenen Gartenecke oder an einem anderen ruhigen Platz.

Bei der Gartenarbeit im Herbst unbedingt auf bereits bestehende Igelnester achten und diese nicht zerstören oder umsetzen. Vorsicht ist beim Umgang mit Motorsensen und Balkenmähern geboten, auf Laubsauger sollten Naturfreunde besser verzichten.

 

Womit kann ich Igel füttern?

Ab Mitte November schlummern die meisten Igel. Wer nach Wintereinbruch bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost einen Igel in Not findet, kann das Tier aufnehmen. Unterkühlte Igel mit einer in einem Frotteehandtuch umwickelten, lauwarmen Wärmflasche oder unter einer Taschenlampe aufwärmen. Als Futter empfiehlt sich Katzenfutter aus der Dose, gemischt mit Igel-Trockenfutter sowie Eier und gebratenes, nicht gesalzenes Rinderhack. Zu magere Igel freuen sich laut Sven Fraaß auch über ein Stück Banane oder Avocado. Das sei zwar unnatürlich, aber um fett zu werden und Winterspeck anzusetzen, genau das Richtige.

Ungeeignet sind Speisereste, Obst und Gemüse. Igel dürfen außerdem keine Milch bekommen. Da sie den Milchzucker nicht vertragen, bekommen sie Durchfall. Zum Trinken reicht Wasser. Frisst der Igel in der Nacht nach der Aufnahme nicht, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Wer einen Igel nicht selbst versorgen möchte, kann das Tier in einer Igelstation oder im Tierheim abgeben.

Dr Fenske bei der Igel Op

Auch die BILD-Zeitung war zum Thema Igel bei Tierarztbergedorf Dr. Fenske: BILD – Für eine handvoll Stacheln

Dieser Fernsehbeitrag beim NDR

Beitrag bei YouTube: LOOKI e.v. – beim NDR Hamburg Journal