Diabetes Mellitus bei der Katze

Nach der Nahrungsaufnahme werden die Kohlenhydrate zerlegt und zu Glukose (Blutzucker) umgewandelt. Dies ist der Energiestoff des Körpers, den die Zellen benötigen, um zu funktionieren. Die Zellen können die Glukose aber nur aufnehmen, wenn bestimmte Andockungspunkte (Schloss) in der Zellwand funktionieren und genügend Insulin (Schlüssel) vorhanden ist. Bei Diabetes mellitus („Zucker“) funktioniert einer der Mechanismen nicht, sodass die Glukose nicht in die Zellen aufgenommen wird und weiterhin in der Blutbahn zirkuliert und sich in den Organen ablagert.

Symptome:
Besonders häufig sind übergewichtige Katzen von der Erkrankung betroffen.
Diese Katzen trinken sehr viel. Oft haben sie auch Heißhunger. Ihr Fell ist stumpf und fettig. In fortgeschrittenen Fällen stellen sie die Futteraufnahme ein und können erbrechen, was den Krankheitsverlauf dramatisch verschlechtern kann. Die Tiere werden apathisch und fallen ins Koma.

Therapie:
Orale Medikamente sind nahezu unwirksam. Diabetes mellitus kann nur durch das Spritzen von Insulin behandelt werden! Dies bedeutet eine Überwindung, ist aber mit ein wenig Übung zuhause gut durchzuführen.

Umgang mit Insulin
-im Kühlschrank aufbewahren
-vor Gebrauch schwenken NICHT SCHÜTTELN!
-zum Spritzen nur spezielle Insulinspritzen verwenden

Fütterung
Spezielle Diätfuttermittel für Katzen sind fettreduziert, protein- und kohlenhydratreich.
Sie berücksichtigen die besonderen Anforderungen, die durch die krankhaft veränderte Stoffwechsellage bedingt sind. Katzen, die sich ihr Futter selbst einteilen können, sollten immer Futter zur Verfügung haben. Gefräßige Katzen und Hunde sollten morgens und abends ihre Futtermenge zugeteilt bekommen. Etwa eine halbe Stunde nach der Fütterung sollte die vorgegebene Menge Insulin gespitzt werden.

Unterzuckerung
Bei zu hoher Insulindosierung oder zu geringer Futteraufnahme besteht die Gefahr einer Unterzuckerung. Die Tiere beginnen zu zittern oder sogar zu krampfen. Als Sofortmaßnahme sollten Sie Ihrem Tier Honig oder Zuckerlösungen auf die Maulschleimhaut schmieren. Bessert sich der Zustand nicht, sollten Sie schnell einen Tierarzt aufsuchen!
Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen, die Sie auch zuhause durchführen können. Zu Beginn ist dies wichtig, damit das Tier mit seiner optimalen Insulindosis eingestellt wird. Später sollte die Einstellung regelmäßig überprüft werden, da sich gerade bei Katzen die Dosierung verändern kann.